Vortrag Hans Kammerlander 07.11.2018 Big Eppel


big Eppel KULTUR & KONGRESS

Deutschlandpremiere

Ski extrem – Vom Nordpol bis zum Mount Everest
Der neue Vortag von Hans Kammerlander

Hans Kammerlander entführt in seinem neuen Vortrag „Ski extrem – Vom
Nordpol bis zum Mount Everest“ am Mittwoch, dem 07. November um 19.30
Uhr im big Eppel in Eppelborn sein Publikum in die weiße Welt – zu Skitouren
in seiner Heimat und zu unglaublichen Steilwand-Abfahrten. Der Vortag von
Hans Kammerlander im big Eppel ist die Deutschlandpremiere.
Die allermeisten extremen Skifahrer sind selten extreme Höhenbergsteiger.
Und die allermeisten extremen Höhenbergsteiger sind ebenso selten extreme
Skifahrer. Hans Kammerlander ist einer der ganz wenigen Alpinisten der Welt,
der beides kann und dem es gelungen ist, beide Leidenschaften miteinander
zu verbinden. In seinem neuesten Vortrag zeigt der Südtiroler Spitzenalpinist
auf eindrucksvolle Weise, wie es möglich ist, extremes Bergsteigen an den
höchsten Gipfeln der Erde mit gewagten Skiabfahrten zu kombinieren. Eine
abenteuerliche Reise auf zwei Brettern rund um den Globus. Bergsteigen und
Skifahren in den Eiswüsten und an den Achttausendern – Bilder,
Filmsequenzen, Eindrücke, wie sie so kompakt noch nie gezeigt wurden.
Der neue Vortrag des Südtirolers entführt das Publikum in eine Welt, die
ebenso faszinierend wie unwirklich erscheint. Schnee ist der Stoff, aus dem
der Winter gemacht wird. Skifahren ist für Hans Kammerlander eine ebenso
große Leidenschaft, wie es das Bergsteigen ist. Beides hat er auf einzigartige
Weise zusammengeführt. Und so berichtet Kammerlander von seinen
Anfängen in den jungen Jahren, die ihn später immer weiter hinaufgeführt
haben bis zu jenem Tag im Mai 1996, als er am höchsten Punkt der Erde
stand und nicht wusste, ob er mit Ski in diesen gähnenden Abgrund fahren
sollte oder nicht.
Am frühen Vormittag des 24. Mai 1996 stapfte ein Mann mühselig über einen
Grat in Richtung Gipfel. Es war kalt an diesem Morgen, trotz der Sonne. Fast
30 Grad unter Null. Gemessen an Metern schien der Weg nicht mehr weit zu
sein. Doch der Gipfel des Mount Everest markiert die höchste Verwerfung
unserer Erdkruste,k 8848 Meter. Weiter geht es nirgendwo sonst hinauf. Alles
ist unglaublich anstrengend in dieser unwirtlichen Umgebung. Eigentlich
unmenschlich, denn menschliches Leben ist dort oben dauerhaft nicht mehr
möglich, das Überleben schwierig. Länger als 48 Stunden kann man dort oben
nicht überleben. Und jeder Schritt wird zur Quälerei. Als Hans Kammerlander
damals 1996 in nur 16 Stunden und vierzig Minuten durch die Nacht auf den
Gipfel stieg, war schon das eine noch nie dagewesene Leistung. Sie ist noch
heute außergewöhnlich. Nun stand er ganz oben. In einer Höhe, in der man
sogar die Krümmung der Erde am Horizont erkennen kann. Mit einem kleinen
Karabiner waren an Kammerlanders ultra leichtem Klettergurt ein paar Ski
befestigt. Es war ein seit vielen Jahren insgeheim gehegter Traum vom Gipfel
des Mount Everest mit Ski abzufahren. Nun stand er fast 4000 Meter über
dem Basislager. Unter ihm die beeindruckend steile Nordwand. Wie würde
dieses Abenteuer ausgehen, jetzt, da die Kräfte erheblich geschwunden
waren, jetzt, da der Kopf nein sagte und der Bauch ja, jetzt, da es so viel
leichter gewesen wäre, den Erfolg mit Steigeisen und auf einem bekannten
Weg ins Tal zurück zu bringen…?
Hans Kammerlander wurde 1956 als sechstes Kind einer Bergbauernfamilie
an einem steilen Hang im Südtiroler Ahrntal geboren. Seine Kindheit verlief
entbehrungsreich. Doch wenn der Winter kam, wenn der Schnee Berge und
Täler in Stille versinken ließ, dann waren die Kinder in Ahornach, dem kleinen
Nest unter den Dreitausendern, hellwach. Mühsam und doch mit Freude
trampelten sie zwischen den Häusern den Schnee auf den Wiesen nieder und
dann ging es in sausender Geschwindigkeit den Hang hinunter. Das war die
Zeit, in die der Skifahrer Kammerlander hineingeboren wurde. Er hatte fast
nichts und machte so viel daraus. Später kamen das Bergsteigen und das
extreme Klettern dazu. Heute stehen in seiner außergewöhnlichen Vita zwölf
der vierzehn Achttausender, sieben davon gemeinsam mit Reinhold Messner,
die sieben zweithöchsten Berge auf allen Kontinenten der Erde, fünfzig
Erstbegehungen in den Alpen und sechzig Solo-Klettereien in schwierigen
Wänden, extreme Skiabfahrten in steilen Wänden und Rinnen. Und schließlich
nahm er die Ski auch mit in den Himalaja, zum Nordpol und in die Eiswüste
der Antarktis. Eine der besten Vorbereitung für die ganz hohen Gipfel ist das
steile Eis. Das Blut scheint in den Adern zu gefrieren, so wie Wasserfälle bei
klirrender Kälte zu Eisfällen werden. Wenn der Südtiroler Bilder von dieser
adrenalinhaltigen Spielart des Alpinismus zeigt, hört man im Saal eine
Stecknadel fallen. Heute gilt Kammerlander als einer der letzten ganz großen
Allrounder im Alpinismus, als einer der außergewöhnlichsten Bergsteiger
seiner Zeit, als famoser Skifahrer und auch als fesselnder Erzähler.
Der Eintrittspreis beträgt im Vorverkauf 17 Euro incl. Vorverkaufsgebühr und
an der Abendkasse 18 Euro.

 

Vorverkauf:
big Eppel, Tel. 06881/8960686 o. www.bigeppel.de
Rathaus Eppelborn, Bürgerinformation, Tel. 06881/969100
Tabak & More, Tel. 06881/921931
Und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

 

Veranstalter: Saarländischer Bergsteiger- und Skiläuferbund e.V. in
Kooperation mit der Gemeinde Eppelborn

 

Sponsoren: Inter Sport Stiwi, Möbelhaus AROP, Saarland Sporttoto GmbH,
Autogalerie Saar, Bauunternehmung Schröder GmbH & Co. KG,
Werbegemeinschaft Lifestyle Outlet myland GbR